Runterfahren

Ich bin am Ende meiner Saison 2015 angelangt und es ist Zeit für ein kleines Fazit: Sie war der Hammer!

Ich bin mit niedrigen Ansprüchen und auf das Schlimmste gefasst in die Wettkämpfe gestartet, nachdem ich mich im Winter erneut mit Verletzungen herumschlagen musste. Doch das Blatt hat sich gewendet. In Dessau stellte ich Ende Mai fest, dass ich mehr kann, als ich dachte. Das gab mir genug Aufwind, um mich für die Universiade zu qualifizieren. Dort wiederum bot sich mir die große Chance, nach den zwei Minuten zu greifen und ich habe sie genutzt. Ab dann wurde die Saison zum Selbstläufer: Ich unterbot meine Bestleistung erneut, blieb insgesamt sechs Mal unter zwei Minuten, erreichte das WM-Halbfinale und rundete die Saison mit einer weiteren Bestleistung in Berlin ab!

Das WM-Finale verbaute ich mir leider, was mir immer noch nachhängt. Dennoch habe ich viel gelernt in diesen letzten Wochen. Zum Beispiel, wie man mutig 800m läuft und wie nicht. Oder dass man den Tag nicht vor dem Abend verfluchen sollte. Oder dass nichts ewig dauert: weder die Tiefs noch die Hochs. Ich bin dankbar für diesen Sommer, genieße die nächsten drei Wochen Ferien und freue mich schon auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio!

(10.09.2015)

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