WM-Blog Teil 2: 25./26. August

Der Tag vor meinem Wettkampfeinstieg war wie die Ruhe vor dem Sturm. Er begann mit entspanntem Ausschlafen bis das Mittagessen zum Frühstück wurde. Ich führte Gespräche mit der Presse, meldete mich in der Heimat und beriet mich mit meinem Trainer. Wir besprachen eine Lauftaktik, wohl wissend, dass erstens alles anders kommt und zweitens als man denkt. Aber es tut doch gut, in den Lauf zu gehen und zumindest einen Plan A zu haben.

Das Aufstehen fiel mir heute unerwartet schwer, aber ich tröstete mich mit dem Gedanken, dass die Daheimgebliebenen noch früher aus den Federn mussten, um live zuzuschauen. Ich hatte zwischen dem Frühstück und dem Aufwärmen manchmal Probleme, nicht einzuschlafen. Doch als ich dann auf der Bahn stand, war ich vollkommen wach! Ich war so froh, als Erste ins Ziel zu kommen, denn das Halbfinale hatte ich damit sicher. Meine Teamkollegin Christina Hering zieht nach einer kleinen Zitterpartie ebenfalls eine Runde weiter! Morgen Abend (14:05 Uhr deutscher Zeit) stehe ich wieder auf der Bahn: Erster Lauf, Bahn sechs. Wenn alles klappt, komme ich ins Finale. Und das bedeutet wieder einen Tag Ruhe vor dem Sturm!

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