WM-Blog Teil 3: 27. - 31. August

Mein Wettkampf ist beendet. Ich war einen kurzen Moment in meinem Lauf nicht aufmerksam und habe prompt die Quittung bekommen. Dass ich im Halbfinale ausgeschieden bin, war für mich eine herbe Enttäuschung. Ich erlaubte mir, den Rest des Abends und der Nacht noch traurig über meine verpasste Chance zu sein. Doch ab dem Tag danach riss ich mich am Riemen und begann, es zu verarbeiten. Um mich vor Selbstmitleid zu bewahren, versuche mich zum Beispiel damit aufzubauen, dass ich vor einem halben Jahr Luftsprünge über meine jetzige Situation gemacht hätte.

Jetzt hatte ich die letzten Tage mehr Zeit als gedacht und nutzte sie. Wann kommt man denn schon mal nach Peking? Wir machten einen Ausflug auf die chinesische Mauer. Das Highlight bestand darin, mit einer Sommerrodelbahn wieder runterzufahren! In der Stadt selbst besuchten wir den Himmelstempel und wagten uns auf die Gourmet-Straße, wo sich manch abgebrühter Feinschmecker eine Runde Skorpion am Spieß gönnen konnte. Ich habe mich dagegen entschieden. Stattdessen freue ich mich auf deutsches Brot und auf ein paar Tage zu Hause.

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